297,7 Millionen Euro Periodenüberschuss: Raiffeisenlandesbank OÖ erzielt zum Halbjahr 2021 ein hervorragendes Ergebnis

Konzernbilanzsumme überschreitet erstmals 50-Milliarden-Euro-Schwelle +++ RLB OÖ ist erneut stärkste Förderbank Österreichs +++ Keine Insolvenzwelle in Sicht

31.08.2021 | „Wir konnten trotz eines herausfordernden Umfelds durch die Corona-Pandemie ein hervorragendes Ergebnis zum Halbjahr erzielen. Einerseits spiegeln sich darin der aktuelle konjunkturelle Aufschwung und das Comeback der Wirtschaft wider. Andererseits bestätigen die guten Ergebnisse im operativen Geschäft aber auch unseren Weg der intensiven Betreuung und Kundenorientierung“, kommentiert Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ), die Halbjahresbilanz 2021, die heute veröffentlicht wird.
 

Periodenüberschuss vor Steuern bei 297,7 Millionen Euro

Mit einem Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von 297,7 Millionen Euro (+513,7 Mio. Euro gegenüber des Vergleichszeitraums des Vorjahrs) konnte im Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ ein sehr gutes Ergebnis im Halbjahr erzielt werden. Das Betriebsergebnis liegt im ersten Halbjahr 2021 bei 227,6 Millionen Euro. (+310,7 Mio. Euro) „Mit Blick auf die kommenden Monate gehen wir auch weiterhin von einer sehr positiven Entwicklung aus“, so Schaller. 
 

Operatives Geschäft auf hohem Niveau

Einen wesentlichen Beitrag zum guten Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 hat das operative Geschäft geleistet. Das Finanzierungsvolumen (Forderungen an Kunden) befindet sich per 30. Juni 2021 mit 24,5 Milliarden Euro weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Ähnliches gilt für die Einlagen (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden), die zur Jahresmitte bei 12,2 Milliarden Euro liegen. Das erfolgreiche operative Geschäft lässt sich auch an den Steigerungen bei Zinsüberschuss (+6,3 Prozent, das entspricht 11,9 Mio. Euro) und Provisionsüberschuss (+15,7 Prozent, das entspricht 13,7 Mio. Euro) ablesen. 
 

Positive Entwicklung bei voestalpine und RBI 

Das Ergebnis der at equity-bilanzierten Unternehmen im Konzern der RLB OÖ liegt im ersten Halbjahr 2021 bei 110,9 Millionen Euro. Wurden wesentliche Beteiligungen im ersten Halbjahr 2020 in ihrer Geschäftsentwicklung beziehungsweise Bewertung noch durch COVID-19-Effekte belastet (at equity-Ergebnis von -164,4 Mio. Euro), konnte das at equity-Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich wieder deutlich um 275,2 Millionen Euro zulegen. Wesentlich dazu beigetragen haben die positiven Entwicklungen der voestalpine und der Raiffeisenbank International (RBI). „Die voestalpine hat mit zwei soliden Geschäfts-Quartalen ein sehr gutes laufendes Ergebnis erzielt und auch der Börsenkurs hat sich positiv entwickelt. Die RBI konnte ebenfalls nach einem gedämpften Ergebnis im Halbjahr 2020 wieder deutlich zulegen und zusammen mit einer verbesserten Unternehmensbewertung somit einen wesentlichen Beitrag für das gute at equity-Ergebnis leisten“, so RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller.
 

Bilanzsumme bei 50,6 Milliarden Euro

Die Konzernbilanzsumme der Raiffeisenlandesbank OÖ liegt im ersten Halbjahr 2021 nicht nur auf Rekordniveau, sondern hat auch erstmals die 50-Milliarden-Euro-Schwelle überschritten. Im Vergleich zu Ende 2020 konnte sie um 4,2 Prozent gesteigert werden und befindet sich damit per Ende Juni 2021 bei 50,6 Milliarden Euro.
 

Starke Kapitalausstattung

Heinrich Schaller: „In den letzten Monaten hat sich deutlich herauskristallisiert, wie wichtig Investitionen in der COVID-19-Krise für Unternehmen waren, um sich auf den neuerlichen Aufschwung und das Comeback der Wirtschaft vorzubereiten. Die Aufgabe der Raiffeisenlandesbank OÖ und der Raiffeisenbanken in Oberösterreich war es einerseits, Liquidität sicherzustellen sowie Kundinnen und Kunden mit Know-how und in enger Zusammenarbeit durch herausfordernde Phasen zu begleiten. Andererseits galt es aber auch Investitionen zu ermöglichen.“ 

Mit einer harten Kernkapitalquote im Konzern (Kreditinstitutsgruppe) von 14,93 Prozent zum Halbjahr 2021 verfügt die RLB OÖ auch weiterhin über das notwendige starke Fundament, um diesen Weg fortzusetzen. „Unsere starke Kapitalausstattung ist eine wertvolle Basis, um unsere Kunden bei ihren Vorhaben und Projekten begleiten zu können. Das hohe Niveau ist vor allem vor dem Hintergrund des herausfordernden Umfelds durch die COVID-19 Krise sehr erfreulich“, sagt Schaller. Gewinne, die im ersten Halbjahr erzielt wurden, sind aufgrund regulatorischer Anforderungen nicht anrechenbar, sondern werden erst mit dem Jahresabschluss 2021 wirksam. Würde man diese Gewinne bereits per 30.6.2021 mitberücksichtigen, hätte sich eine harte Kernkapitalquote von 15,90 Prozent ergeben.
 

Keine Insolvenzwelle: NPL-Quote bei 1,75 Prozent

Nicht zuletzt dank der fortgesetzten staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen hat die COVID-19-Krise in Österreich bisher keine Insolvenzwelle ausgelöst. Im Gegenteil: Im zweiten Quartal 2021 ist die Zahl der Firmenpleiten weiter gesunken. Von April bis Juni 2021 zählte die Statistik Austria rund 25 Prozent weniger Fälle von Zahlungsunfähigkeit von Betrieben als im Vorjahreszeitraum. Dementsprechend erfreulich stellt sich auch die Risikosituation im Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ im ersten Halbjahr dar. Schaller: „Die NPL-Quote (= Quote notleidender Kredite; non-performing loans) liegt zum Halbjahr bei 1,75 Prozent. Es ist zwar davon auszugehen, dass es nach Einstellung der staatlichen Hilfsmaßnahmen zu gewissen Nachholeffekten kommen wird, aber eine Insolvenzwelle sehe ich nicht.“  
 

aws-Ranking: Erneut stärkste Förderbank in Österreich

Die Betreuung von Firmenkunden umfasst nicht nur, gemeinsame optimale finanzielle Lösungen und passende Finanzierungen zu finden oder sie etwa bei Geschäften im Ausland zu begleiten. Die Raiffeisenlandesbank OÖ hat auch im Bereich Förderungen für Unternehmen über viele Jahre Erfahrung gesammelt und ein wertvolles Netzwerk aufgebaut. Die Expertise spiegelt sich auch in einem aktuellen Banken-Ranking des Austria Wirtschaftsservice (aws) wider: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 hat die Raiffeisenbankengruppe OÖ rund ein Drittel des Volumens aller in Österreich genehmigten aws erp-Kredite (European Recovery Program = Europäisches Wiederaufbau-Programm) abgewickelt, das entspricht einem Volumen von rund 126 Millionen Euro. „Die Auswertung des Austria Wirtschaftsservice zeigt, dass die Raiffeisenbankengruppe OÖ sowohl bei der Anzahl als auch beim vergebenen Kreditvolumen den mit Abstand größten Marktanteil hält, somit sind wir die klare Nummer 1 und stärkste Förderbank in Österreich“, so Schaller. Diese Position konnte im ersten Halbjahr 2021 nochmal deutlich ausgebaut werden. Die Raiffeisenbankengruppe OÖ hat damit mehr Fördervolumen abgewickelt als die vier nächstgereihten Banken zusammen.
 

KEPLER: Nachhaltige Investments boomen

Im Bereich Sparen und Anlegen blieb auch im ersten Halbjahr 2021 ein wesentlicher Trend weiter ungebrochen: Für Kundinnen und Kunden von Raiffeisen OÖ rücken Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus, entsprechend groß sind die Nachfrage und das Interesse an nachhaltigen Investments. KEPLER-FONDS KAG, die Fondstochter der Raiffeisenlandesbank OÖ, leistet hier bereits seit vielen Jahren Pionierarbeit. Schaller: „Man kann hier ohne Übertreibung von einem Boom sprechen. Die nachhaltigen Kundenvolumina bei KEPLER haben sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt – von 1,05 Milliarden Euro Ende 2016 auf aktuell 2,73 Milliarden Euro.“ KEPLER verfügt dazu über eine umfassende Palette an Ethikfonds. Anleger können zwischen sicherheitsorientierten grünen Anleihenfonds, verschiedenen nachhaltigen Mischfonds, einem globalen Ethik-Aktienfonds und einem speziell auf Umweltthemen fokussierten Aktienfonds wählen. In all diesen Anlageprodukten kommt ein strenger Ethikansatz zur Anwendung, der unter anderem Atomkraft, Rüstung, Kinderarbeit oder Gentechnik ausschließt. Vom gesamten Kundenvolumen von 18 Milliarden Euro entfallen bei KEPLER bereits 2,73 Milliarden Euro auf nachhaltig gemanagte Portfolios, davon 1,2 Milliarden Euro auf Publikumsfonds für Privatanleger. 
 

Auszeichnung für „Green Deal of the Year“

Mit dem „EBRD Green Trade Facilitation Programme Award“ hat die Raiffeisenlandesbank OÖ heuer zudem eine renommierte Auszeichnung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) erhalten: Als „Deal of the Year 2020 – Green Trade“, also Grüner Deal des Jahres, wurden die TBC Bank mit Sitz in Georgien und die Raiffeisenlandesbank OÖ gemeinsam ausgezeichnet — konkret für die Absicherung bzw. Abwicklung eines Exportgeschäfts eines österreichischen Kunden, das darauf abzielt, die Energieversorgung zu verbessern und die Verwendung von fossilen Brennstoffen in Georgien zu reduzieren. 

Die Eckdaten des Halbjahreskonzernabschlusses nach IFRS (International Financial Reporting Standards) der RLB OÖ finden Sie hier.