Dr. Heinrich Schaller und Klaus Korkisch im Interview


"Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist ein starker Partner für die Wirtschaftsregion Süddeutschland"


Dr. Heinrich SchallerSeit 1991 ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) in Süddeutschland fest verankert und setzt mit insgesamt acht Standorten starke Impulse für Kunden aus der Industrie, mittelständische Unternehmen sowie gehobene Privatkunden. Wie dieses erfolgreiche Engagement künftig noch weiter verstärkt werden kann und welche Vorteile die RLB OÖ mit ihren Niederlassungen in Bayern sowie Baden-Württemberg den deutschen Kunden bietet, darüber spricht Dr. Heinrich Schaller, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, im Interview.

Top: Herr Schaller, was bewegt eine der stärksten österreichischen Banken dazu, in Süddeutschland aktiv zu werden?

Heinrich Schaller: Unsere Nachbarregion Süddeutschland und hier vor allem auch die Wirtschaftsräume Bayern und Baden-Württemberg sind für uns ein überaus bedeutender Markt, den wir gerne auch als Heimmarkt bezeichnen – und das nicht nur im geografischen Sinn. Ähnlich wie Oberösterreich sind auch diese Regionen stark von mittelständischen Unternehmen geprägt und liegen als eine der dynamischsten Wirtschaftsstandorte in Europa direkt vor unserer Haustüre. Der Anteil an innovativen Unternehmen und sogenannten Hidden Champions ist hier besonders hoch. Daher wollen wir unser Engagement in diesen Gebieten noch weiter verstärken und zusätzliche Impulse setzen.

Top: Welches Spektrum des Bankgeschäfts bieten Sie in Süddeutschland an?

Heinrich Schaller: Wir bieten umfassende Dienstleistungen, die alle Bereiche eines financial engineering beinhalten, und konzentrieren uns auf die Begleitung mittelständischer Unternehmen ab zehn Millionen Euro Umsatz sowie auf die Betreuung gehobener Privatkunden.

Top: Die RLB OÖ hat einen ausgezeichneten Ruf, speziell was die Kundenorientierung anbelangt. Das ist nicht zuletzt an den zahlreichen Auszeichnungen abzulesen, die die Zweigniederlassung Süddeutschland erhalten hat. Was macht hier den Unterschied aus?

Heinrich Schaller: Die RLB OÖ steht für Kundenorientierung mit Handschlagqualität. Die persönliche Beratung und Betreuung ist kein Marketing-Slogan, sondern tief in der Kultur und im Umgang mit den Kunden verankert. Kundenorientierung bedeutet für uns vor allem auch, dass wir uns konsequent darauf vorbereiten, Chancen für unsere Kunden erfolgreich zu nutzen. Denn nur eine vorbereitete Bank kann in jeder Situation zuverlässig und vertrauensvoll agieren. Und nur wer vorbereitet ist, kann auch vordenken.

Top: Sie haben kürzlich eine Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Demnach erwarten Sie ein Rekordergebnis.

Heinrich Schaller: Ja, erfreulicherweise konnten wir nach den vorläufigen Geschäftsahlen – die offizielle Veröffentlichung ist für die letzte Aprilwoche geplant – den Jahresüberschuss vor Steuern im Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ auf 535,3 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Das ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. So haben wir in den vergangenen Jahren unsere Risikosituation optimiert, gleichzeitig aber auch die Investitionsfinanzierungen unserer Kunden eng begleitet und in diesem Bereich beim Volumen im Vergleich zum Jahr davor um 11,9 Prozent beziehungsweise 1,4 Milliarden Euro zugelegt.
Darüber hinaus bewegen sich die Risikovorsorgen im Verhältnis zum hohen Finanzierungsvolumen, das auf 20,4 Milliarden Euro gesteigert werden konnte, nach wie vor auf einem sehr gesunden Niveau.

Top: Wie sieht es mit der Kapitalbasis aus? Diese ist ja interessant, weil sie die Stabilität der Bank widerspiegelt. 

Heinrich Schaller: Die Kernkapitalquote ist uns ein besonderes Anliegen, weil sie das wichtigste Fundament für unsere weitere Entwicklung darstellt. Hier rechnen wir per Jahresende 2017 mit einem Wert von 15,7 Prozent. Das bedeutet eine erfreuliche Steigerung von 1,1 Prozentpunkten gegenüber 2016. Die hervorragende Entwicklung des gesamten Konzerns bedeutet auch für unsere deutschen Kunden, dass sie einen starken und verlässlichen Bankpartner auf ihrer Seite haben. 
 


 

Drei Fragen an Klaus Korkisch, Leiter Niederlassung Augsburg


Klaus KorkischTop: Welche Schwerpunkte setzen Sie in der Firmenkundenbetreuung?

Klaus Korkisch: Wir decken das gesamte Spektrum der unternehmerischen Finanzierungen ab. Dazu gehören Betriebsmittel- und Investitionsfinanzierung, Factoring und Leasing. Wir begleiten unsere Firmenkunden aber unter anderem auch bei Unternehmensnachfolgen, Expansionen sowie Management Buy-Outs und Management Buy-Ins, um die Übergabe eines Unternehmens an das Management zu ermöglichen. Unser Hauptaugenmerk bei der Finanzierung liegt dabei auf der Absicherung der Liquidität, der Optimierung der Finanzierungs- und Kapitalstruktur, der Zinsgestaltung bis hin zur Absicherung von Markt-, Währungs- und Zinsrisiken.

Top: Worin unterscheidet sich die Raiffeisenlandesbank OÖ von den deutschen Mitbewerbern?

Klaus Korkisch: Unser Anspruch ist es, den Kunden maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen anzubieten, die exakt zur Strategie des Unternehmens passen. Hierzu bieten wir eine ausgeprägte Lösungskompetenz durch die enge Verzahnung der Kundenbetreuer vor Ort mit den Produktspezialisten aus den jeweiligen Bereichen. Uns geht es nicht darum, Produkte zu verkaufen, sondern ideale Kundenlösungen anzubieten. Der persönliche Kontakt hat für uns dabei einen sehr hohen Stellenwert. Dass wir für unsere Kunden ein stets verlässlicher und langfristig denkender Partner sind, beweisen wir am Standort in Augsburg seit 2012.

Top: Für Ihre Kundenorientierung wurden Sie auch schon ausgezeichnet?

Klaus Korkisch: Ja, für die äußerst hohe Kompetenz und außergewöhnlichen Leistungen in Sachen Kundenorientierung wurde die Zweigniederlassung Süddeutschland im Jahr 2016 im Rahmen des „Großen Preises des deutschen Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung bereits zum dritten Mal als „Bank des Jahres“ in Deutschland ausgezeichnet.