Stakeholderdialog

Die Analyse und die Bewertung der eigenen Stakeholder und der zu führende Dialog mit diesen Gruppen sind zentrale Eckpfeiler eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements. Bei ihren Aktivitäten sieht sich die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG auch den Werten ihres Begründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen verpflichtet, stellt daher das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt und handelt auf Basis der Werte Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit.

Treffpunkt Nachhaltigkeit

Treffpunkt Nachhaltigkeit

Mit dem neuen Veranstaltungsformat „Treffpunkt Nachhaltigkeit“ bieten die Raiffeisenlandesbank OÖ und die denkstatt Unternehmern ein Forum für spannende Impulsvorträge, Diskussionen, neue Blickwinkel und persönlichen Gedankenaustausch rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Kapitel22

Kapitel22

Die Suche nach dem Plan C

Von 22. – 23. März 2015 veranstaltete das CSR Dialogforum das Symposium „Kapitel22 – Die Suche nach dem Plan C” im Linzer Ursulinenhof. Gezielt wählte man für diesen Zukunftskongress eine lösungsorientierte, basisdemokratische Struktur und Zielsetzung, um sich bewusst von ähnlichen Veranstaltungen unterscheiden zu können. Der Name Kapitel22 bezieht sich auf die hundertjährigen Abschnittszyklen und als Zukunftskongress ging man aktiv daran, die Geschichte des 22. Jahrhunderts zu beeinflussen. Ziel der Veranstaltung war es nicht, über den Plan A, die erlebbare Realität, und den Plan B, um Defiziten entgegenzuwirken, nachzudenken, sondern frei über einen Plan C zu diskutieren.

2015 wurde das Stakeholdermanagement der Raiffeisenlandesbank OÖ neu organisiert.

Aus unserem Nachhaltigkeits-Verständnis heraus wurden nicht nur ausschließlich die Interessen der Anteilseigner, einem klassischen Shareholderansatz folgend, berücksichtigt, sondern man hat sich immer im Rahmen einer zukunftsfähigen Ausrichtung des Unternehmens mit allen Interessensgruppen rund um Raiffeisen beschäftigt. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG arbeitet seit Mitte 2013 im Zuge der Aktivitäten des Aufbaus eines eigenen Nachhaltigkeitsmanagements auch am Themenkreis Stakeholdermanagement und so wurden die einzelnen Stakeholder einer Analyse unterzogen.

Das Ergebnis dient als Basis für die Optimierung der einzelnen Dialogstrategien und den daraus abzuleitenden Aktivitäten. Weiters stellt es die Basis für eine geplante Wesentlichkeitsanalyse dar, ein weiterer Schritt für die Entwicklung einer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie.

Raiffeisensektor OÖ

Vorstände und Geschäftsleiter der 80 oö. Raiffeisenbanken

Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräte

42 Mitglieder des Aufsichtsrates der RLB OÖ

Mitinhaberinnen und Mitinhaber

Eigentümer der 80 oberöstereichischen Raiffeisenbanken

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

rund 5.000 Mitarbeiter (Summe aller vollkonsolidierten Gesellschaften im Geschäftsjahr 2013)

Konzerntochterunternehmen

Tochterunternehmen der RLB OÖ, die spezielle Kunden- und Produktgruppen bedienen, beziehungsweise Serviceleistungen erbringen

Raiffeisensektor Österreich

alle eigenständigen Raiffeisenbanken, Raiffeisenlandesbanken,RZB, RBI und den dazugehörenden Spezialinstituten (Raiffeisen Bausparkasse, Raiffeisen Capital Management etc.) und Beteiligungen (AGRANA etc.)

Kunden

alle Privatkunden, Private Banking Kunden und Firmenkunden der RLB OÖ

Lieferanten

Zulieferbetriebe der RLB OÖ

Kapitalmarkt

Kapitalmarkt in seiner Gesamtheit mit allen seinen Marktteilnehmern

Ratingagenturen

Agenturen wie Moody‘s (Kreditrating), oekom Research (Nachhaltigkeitsrating), etc.

Aufsichts- und Prüforgane

gesetzlich, aber auch freiwillig beauftragte Prüf- und Aufsichtsorgane (z. B. EBA, OeNB, FMA und Wirtschaftsprüfer)

Beteiligungen

im Unterschied zur internen Stakeholderguppe „Konzerntöchter“ – alle Beteiligungen der RLB OÖ mit einem Beteiligungsansatz unter 50 %

Mitbewerber

alle nicht dem Raiffeisensektor Österreich angehörende Bankinstitute

Beratungsunternehmen

beauftragte Beratungsunternehmen

Interessensvertretungen

Interessensvertretungen, die die RLB OÖ vertreten (z. B. WK, IV, etc.) bzw. die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber der RLB OÖ vertreten (z. B. AK)

Öffentlichkeit

Öffentlichkeit als abstraktes Einflussgebilde

Politik

politische Systeme im Heimmarkt Österreich und Süddeutschland

Bildung & Forschung

Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Bereich der Schulen, Universitäten und Fachhochschulen

Sponsoringnehmer

geförderte Institutionen und Projekte gemäß der gültigen Sponsoring-Strategie

Öffentliche Verwaltung

öffentliche Verwaltung als wichtiger Ansprechpartner der RLB OÖ

Anrainer

Anrainer, die durch Aktivitäten der RLB OÖ direkt betroffen sind

Medien

Medien, die sich mit den Aktivitäten des Konzerns der RLB OÖ beschäftigen

NGOs/NPOs

Non-Profit-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, die vor allem ein starkes Augenmerk auf die Finanzbranche gelegt haben

Wesentlichkeitsanalyse 2016
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Wesentlichkeitsanalyse 2016

Im letzten Jahr wurde das Stakeholdermanagement der Raiffeisenlandesbank OÖ neu organisiert. Mit den identifizierten Stakeholdern wurde 2016 der partnerschaftliche Dialog intensiviert und sie wurden zur ersten Wesentlichkeitsanalyse eingeladen.

VertreterInnen der Interessens- und Anspruchsgruppen wurden gebeten, in einer Befragung mitzuteilen, welche Themen sie für die Raiffeisenlandesbank OÖ als besonders bedeutsam ansehen und welche strategische Priorität diese einnehmen sollen. Das Ergebnis dieser ersten Wesentlichkeitsanalyse stellt das Fundament der Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns der Raiffeisenlandesbank OÖ dar.

Arbeitsbedingungen

  • Beschäftigung und Beschäftigungsverhältnisse
  • Arbeitsschutz und Sozialschutz
  • Sozialer Dialog und Mitbestimmung
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Personalentwicklung

Umwelt

  • Grundsätze und Prinzipien einer Umweltpolitik
  • Vermeidung von Umweltbelastungen
  • Nachhaltige Nutzung von Ressourcen
  • Abschwächung des Klimawandels und Anpassung
  • Umweltschutz, Artenvielfalt und Wiederherstellung natürlicher Lebensräume

Einbindung der Stakeholder & Entwicklung der Gesellschaft

  • Einbindung der Gemeinschaft
  • Bildung und Wissenschaft
  • Schaffung von Arbeitsplätzen und beruflicher Qualifikation
  • Technologien entwickeln und Zugang dazu ermöglichen
  • Schaffung von Wohlstand und Einkommen
  • Gesundheit
  • Investitionen zugunsten des Gemeinwohls

Faire Produktions-/Geschäftspraktiken

  • Antikorruption
  • Verantwortungsbewusste politische Mitwirkung
  • Fairer Wettbewerb
  • Gesellschaftliche Verantwortung in der Wertschöpfungskette fördern
  • Achtung von Eigentumsrechten

Organisationsführung

  • Verantwortungsvolle Organisationsführung
  • Nachhaltige Beschaffung

Menschenrechte

  • Menschenrechte – Gebührende Sorgfalt
  • Förderung der Menschenrechte (innerhalb des Einflussbereiches)
  • Identifikation kritischer Situationen und Vermeidung von Mittäterschaft im Menschenrechtsbereich
  • Menschrechte in kritischen Situationen
  • Menschrechtsbeschwerden / Missstände beseitigen

Konsumentenbelange

  • Grundsätze und Prinzipien der Konsumentenbelange
  • Faire Vermarktung, sachbezogene und unverfälschte Information sowie faire Vertragspraktiken
  • Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Konsumenten
  • Nachhaltiger Konsum
  • Umgang mit Kundendienst, Beschwerdemanagement und Konfliktlösung
  • Schutz und Vertraulichkeit von Kundendaten
  • Sicherung der Grundversorgung
  • Barrierefreie Produkte und Dienstleistungen